Ein Rathaus für Tallinn
SS18

Lehrpersonen: Sebastian J.R. Fatmann - Benedikt Bosch

Die Hauptstadt Estlands liegt am Finnischen Meerbusen der Ostsee und ist mit knapp 500.000 Einwohnern die mit Abstand größte Stadt des Landes und das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum dieses baltischen Staates.
Ursprünglich der Hanse zugehörig, war Tallinn ein wichtiger Knotenpunkt im Ostseehandel. Das gotische Rathaus in der Altstadt zeugt noch von dieser Zeit, als Tallinn die ersten Stadtrechte bekam. Die damit verbundenen umfangreichen Privilegien und der Wohlstand machten die Ratsherren zu einer wichtigen Institution mit großem Repräsentationsanspruch, der sich in der Architektur des Rathauses und der Ausschmückung des Ratssaals wiederfindet.

In diesem Entwurf möchten wir an prominenter Lage am Hafen, im Spannungsfeld zwischen der historischen Altstadt und der sozialistischen Architektur der Linnahall ein neues Rathaus für die Stadt Tallinn entwerfen. Dabei interessiert uns der Ausdruck eines zeitgemäßen Repräsentationsanspruchs der Stadtverwaltung als Exekutive und die demokratische Legitimation des Stadtrates als legislatives Gemeindeparlament in der Architektur. Was muss dieser bedeutsame Profanbau über Verwaltungssitz und Tagungsort hinaus bieten, damit ein Gebäude und Ort für die Bewohner von Tallinn entsteht.

Um die erarbeitete Hypothese als Entwurfgrundlage vor Ort zu überprüfen und an die Gegebenheiten anzupassen, wollen wir in der Exkursionswoche eine Studienfahrt nach Tallinn unternehmen. Die nur 80 km entfernte finnische Hauptstadt Helsinki auf der ­gegenüberliegenden Ostseeseite dient uns dabei als Vergleich und die Bauten von Alvar Aalto als Studienobjekte.

Die Bearbeitung erfolgt in Zweierteams. 10 Bearbeiter werden gelost, diese benennen jeweils einen nicht gelosten Entwurfspartner.

Endabgabe Entwurf: 11. 07. 2018

Frederike Flöck, Anne Schäfer
Nicole Epple, Nickolas Kessmeyer
Markus Ritter, Benedikt Kellner
Julian Blecher, Michael Huber
Dominic Plag, Leroy Handojo
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