Lehrpersonen: Prof. Alexander Schwarz - Fabio Magnago, Roman Morschett, Dorothee Riedle, Jonas Schneck
Künstleratelierhäuser sind keine baurechtlich definierte Kategorie; sie sind halböffentliche Bauten, die auch Wohn- und Gewerbenutzungen dienen und durch diese Ambivalenz und Vielschichtigkeit umso interessanter für eine typologische Betrachtung sind.
In Stuttgart existieren vier Atelierhäuser, die als solche gebaut worden sind (also keine Umnutzungen darstellen):
- das städtische Atelierhaus in der Ameisenbergstraße von Baudirektor
Franz Cloos (1913)
- das Atelierhaus der GEDOK von der Architektin Grit Bauer-Revellio (1954)
- das Atelierhaus des Württembergischen Kunstvereins von Paul Stohrer, (1968)
- die Künstlerhäuser in der Reitzensteinstraße von Elisabeth und Fritz Barth
(1993)
Diese Häuser zeigen nicht nur einen Querschnitt durch die Architektur der 1910er bis 1990er Jahre, sondern auch verschiedene Vorstellungen von Künstler*innen-Ateliers und deren Organisation. Das Seminar führt zunächst generalistisch in den Bautypus des Künstler- und Atelierhauses ein.
Sodann wenden wir uns den noch existierenden Stuttgarter Bauten und Ihren Akteur*innen zu, besichtigen die Häuser und führen nach Möglichkeit
Gespräche mit den Künstler*innen.
Ziel ist es, eine für April in Zusammenhang mit der IBA 27 StadtRegion Stuttgart geplante Ausstellung im Hospitalhof zu konzipieren und einzurich-ten. Dazu sollen Modelle der Häuser gebaut werden, Materialien für die Ausstellung recherchiert, aufbereitet und zu einer Ausstellungsplanung gefügt werden. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse in einer kleinen Publikation ist ebenfalls geplant.
Bild von barthundbarth.de
