Georgien ist ein Land im Spannungsfeld zwischen Europa und Asien, geprägt von wechselnden politischen Zugehörigkeiten, kulturellen Einflüssen und tiefgreifenden gesellschaftlichen Transformationsprozessen. In Vorbereitung auf eine Exkursion nach Georgien im WS 26 setzt sich das
Seminar unter anderem mit der Architektur, Baukultur und Stadtentwicklung des Landes auseinander. Im Fokus stehen unterschiedliche Epochen und Typologien, die das gebaute Georgien bis heute prägen. Behandelt werden frühchristliche Bauten und Klosteranlagen, mittelalterliche Wehrarchitekturen sowie städtische Strukturen, die sich unter wechselnden politischen und kulturellen Einflüssen entwickelt haben. Auch die georgische Architektur des 20. Jahrhunderts mit Bauten der sowjetischen Moderne und deren Weiterentwicklung im postsowjetischen Kontext werden natürlich Bestandteil der Auseinandersetzung sein.
Mit der inhaltlichen Auseinandersetzung erarbeitet das Seminar eine Publikation, welche als Informationsgrundlage für die geplante Exkursion dienen wird. Neben der Recherche und Auswahl geeigneter Referenzobjekte umfasst die Aufgabe die strukturierte Darstellung architektonischer
Inhalte, die Aufbereitung von Plänen, Fotografien und Skizzen sowie das Verfassen kurzer erläuternder Texte. Der Architekturführer dient sowohl der Vorbereitung der Reise als auch der Vertiefung von Beobachtungen vor Ort und bildet eine Basis für den nachfolgenden Entwurfsprozess.
Georgien
SS26