Eine Spielstätte am Schlossgarten
SS26

Das ehemalige Paketpostamt in der Ehmannstraße steht als eindrucksvolles Zeugnis industrieller Infrastruktur im Gleisbett am Rande von Schlossgarten und Rosensteinpark. Bereits 2018 zeigte die temporäre Aufführung von Béla Bartóks „Blaubarts Burg“ die räumliche Kraft und
akustische Eignung des Gebäudes als zeitgenössische Aufführungsstätte. Seitdem wurde die Zukunft des Baus im Kontext von Opernsanierung, Interim und Konzertsaal für die Philharmoniker – und nicht zuletzt Stuttgart 21 - in der Öffentlichkeit breit diskutiert.
Den städtebaulichen Wettbewerb für die Nachnutzung der Gleisflächen als «Rosenstein Quartier» gewannen asp Architekten und Koeber Landschaftsarchitekten aus Stuttgart. Der zukunftsweisende neue Stadtteil mit einer Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Lernen und kulturellem Erleben könnte mit Erhalt und Umnutzung des Bestandsgebäudes an den Charakter des infrastrukturellen Ortes anknüpfen und dessen Geschichte fortschreiben.
Als öffentliches Gebäude, das den topografischen und räumlichen Übergang von Parklandschaft zu neuem Stadtquartier formuliert, bietet sich das großmaßstäbliche Bauwerk mit seinen weiten Hallen und robusten Tragstrukturen zum «Weiterbauen» an. Über die rein ökologische und
ökonomische Notwendigkeit des Bestandserhalts hinaus lassen sich hier entwurfliche Strategien erproben, die das Potential der vorhandenen Architektur erkennen und als Ausgangspunkt für ein zeitgenössisches Gebäude weiterdenken.
Gesucht werden Entwürfe, die den Bestand des Paketpostamt als baukünstlerische Ressource begreifen: als gebautes Gedächtnis, städtebauliche Chance und als Möglichkeitsraum für eine neue kulturelle Öffentlichkeit Stuttgarts.

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