Ein Austellungsraum im Stadtgarten
SS26

Lehrpersonen: Prof. Alexander Schwarz - Fabio Magnago, Roman Morschett, Dorothee Riedle, Jonas Schneck

Im Stadtgarten Stuttgart entwerfen wir im Kontext der IBA’27 einen Ausstellungsraum, in dem die Arbeiten der Fakultät im öffentlichen Raum einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Der Stadtgarten entstand im Zuge der Württembergischen Gartenbauausstellung 1870 und war ursprünglich als repräsentative innerstädtische Parkanlage angelegt. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und tiefgreifenden Umgestaltungen in den 1970er-Jahren präsentiert er sich heute als fragmentierter, zugleich vielschichtiger Freiraum. Seine Geschichte ist geprägt von Brüchen, Überlagerungen und offenen räumlichen Fragen, die den Stadtgarten zu einem produktiven Ort architektonischer Auseinandersetzung machen. Durch seine unmittelbare Lage am Campus ist er ein alltäglicher Begegnungsraum zwischen Uni-
versität und Stadtgesellschaft im Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit, Rückzug und Durchgang.
Als Beitrag zur Internationalen Bauausstellung IBA’27, die sich mit der Zukunft des Bauens, mit nachhaltigen, ressourcenschonenden und gesellschaftlich wirksamen Architekturmodellen beschäftigt, soll ein Ausstellungsraum für die Fakultät entworfen werden. Der Pavillon soll Architektur als kulturelle Praxis sichtbar machen und Arbeiten aus Lehre und Forschung niedrigschwellig einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Identifikation des konkreten Standorts innerhalb des Stadtgartens ist ausdrücklich Teil der Entwurfsaufgabe und erfordert eine präzise Auseinandersetzung mit Wegebeziehungen, Sichtachsen, Vegetation, Nutzung und Atmosphäre. Der Entwurf ist als unkonditionierter Raum ohne technische Installationen zu konzipieren. Ein zentrales Augenmerk liegt auf der Konstruktionsart, der Tektonik und der Materialisierung des Gebäudes im spezifischen Kontext des Stadtgartens. Der Pavillon soll temporär und rückbaubar sein und knüpft typologisch an historische Pavillonbauten wie etwa barocke Lust- und Gartenarchitekturen an.
Zwischen Öffentlichkeit und Kontemplation soll ein Ort entstehen, der baukulturelle und ökologische Fragestellungen gleichermaßen verhandelt und so einen Beitrag zur IBA’27 leisten kann.

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