Türkei
SS20

Lehrpersonen: S.Fatmann, R.Peter, D.Riedle, C.Vüllers

Die Türkei, gelegen an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien, ist in ihrer heutigen Staatsform als laizistisch, kemalistisch geprägte demokratische Republik erst 1923 gegründet worden, verfügt aber als Nachfolger des osmanischen Reiches über eine reichhaltige und lange Geschichte.
Dabei sind die kulturellen Verbindungen zu den antiken Reichen der Griechen, Perser, Römer und Byzantiner durch viele architektonische Spuren bis heute sichtbar und bedeutende Städte und Ausgrabungen wie Troja und Pergamon befinden sich in der Türkei. Die ebenfalls auf antike Stadtgründungen zurückgehenden kosmopolitischen Großstädte Istanbul und Ankara bieten neben vielfältigen osmanischen Bauformen, wie der für Istanbul typischen Holzarchitekturen - den Konak und Yalis genannten Stadthäusern und Villen – auch eine große Zahl von deutschen Architekten geplanten Gebäuden der frühen klassischen Moderne.
Zunächst in der Gründungsphase der Republik, und später als Exilanten während des zweiten Weltkriegs, haben dort unter anderem deutsche Exilarchitekten wie Bruno Taut und Paul Bonatz das neue Stadtbild von Istanbul und der neuen Hauptstadt Ankara beeinflusst.
In unserem Seminar möchten wir uns mit dem Land, seiner Gesellschaft und der Geschichte auseinandersetzen. Die Architektur aus der Gründungszeit der jungen Republik, als Ankara den Aufbruch der Türkei in die Moderne vollzog und die klassische Moderne werden einen vertiefenden Schwerpunkt darstellen.

Als Vorbereitung auf den Entwurf und die Exkursion in die Türkei im Wintersemester 2020 / 2021 werden verschiedene Themenbereiche erforscht und diskutiert.
Dieses Seminar ist eine Bedingung für die Teilnahme an der Exkursion in die Türkei (voraussichtlich Anfang Oktober 2020).

To prevent automated spam submissions leave this field empty.

This website is using some programming language that your browser doesn't understand.
It wouldn't be a bad idea to use a state-of-the-art webbrowser, like Firefox or Chrome :-)